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Aalbesatz 2020 in AVK-Gewässern

Am Mittwoch, 14.10.2020, trafen sich Joachim Meyer, Vizepräsident für Gewässer und Bewirtschaftung, Eric Lutz, Bereichsleiter für Gewässerpflege, und die Hegewarte Bernhard Liebold (Süd), Robert Trutter (Mitte) und Marc Trommler (Nord) bereits um acht Uhr morgens beim Bruthaus des AVK am Knielinger See. Grund: Der Transport-LKW mit den lebenden Aalen für den diesjährigen Aalbesatz war angekündigt.

Aale wurden vom Land Baden-Württemberg bereitgestellt

Die Aale wurden vom Land Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt. Das Regierungspräsidium Karlsruhe (RPK) organisierte die Verteilung der Fische an die verschiedenen Anglervereine und Gewässereigner. In seiner Pressemitteilung vom 14.10,2020 schreibt das RPK:

...Der Regierungsbezirk Karlsruhe stützt den Aalbestand im Rhein bereits seit Jahrzehnten.  Bei der Planung der Besatzmaßnahmen stimmt sich das Regierungspräsidium regelmäßig  mit der Fischereiforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg ab. Die Besatzaale werden als Glasaale an den Küsten und Flussmündungen Portugals bis Großbritannien gefangen und zur weiteren Aufzucht bis zu einem Gewicht von circa acht bis zehn Gramm in eigens dafür errichtete Aufzuchtanlagen überführt. Dies garantiert aufgrund der kontrollierten Haltungsbedingungen einen ausgezeichneten Gesundheitszustand der Aale und eine hohe Überlebensrate. Dies sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg der Besatzmaßnahme. Schließlich geht es auch darum, die noch vorhandenen Aale in die besten verfügbaren Habitate mit guten Nahrungsbedingungen zu bringen…

und weiter:

…Beim jährlichen Besatz in den landeseigenen Fischereirechten im Regierungsbezirk Karlsruhe entlang des Oberrheins  und im unteren Neckar werden mit dem Fischtransporter verschiedene Abladestellen angefahren, an denen die vorgesehenen Aalportionen an die betroffenen  Fischwasserpächter und Angelvereine übergeben und anschließend von diesen gezielt in geeignete Gewässerbereiche besetzt werden. Die Fischereivereine stehen der Fischereibehörde seit vielen Jahren als zuverlässige Partner des Aalbesatzes zur Seite. Insgesamt wurden heute im Rhein und im Neckar rund 113.000 Aale mit einem Stückgewicht von etwa acht bis zehn Gramm besetzt...

Der AVK erhielt dieses Jahr 70 kg Besatzaale

Die kleinen Aale wurden mit einem Kescher aus den Tanks auf dem Transport-LKW in einen auf einer Waage stehenden Behälter überführt und sofort gewogen. Von dort kamen sie in mit Wasser aus dem Transport-LKW gefüllte Wannen. Diese wurden von den Hegewarten übernommen und umgehend zu den verschiedenen Besatzgewässern in den AVK-Bereichen Süd, Mitte und Nord gebracht.  Die Verteilung der über 7.000 Jungaale ging problemlos vonstatten und alle konnten ohne Verluste in ihre Zielgewässer ausgesetzt werden.

 

Besatzgewässer haben Zugang zum Rhein

Die Besatzgewässer haben Zugang zum Rhein. Damit ist gewährleistet, dass die Aale den Rhein hinab zur Nordsee wandern können. Von dort geht es für sie weiter durch den Atlantik, wo sie schließlich östlich von Florida in der Sargassosee in etwa 1000 Meter Tiefe laichen.

 

Ziel des Aalbesatzes

Das Ziel des Aalbesatzes ist es, mit der Zeit wieder einen den Gewässern entsprechenden Bestand zu entwickeln, der sich selbst erhält. Die Besatzmaßnahmen allein reichen dafür aber nicht aus. Es müssen auch die Ursachen für Gefährdung des Aales minimiert werden.

 
Lesen Sie dazu auch:
  • Mehr zum Aal, seiner Lebensweise und seine Gefährdung in unserem Fischlexikon unter "Aal" (►hier)
  • Schutz des Europäischen Aals im Regierungsbezirk Karlsruhe - Große Aalbesatzaktion für den Rhein und den Neckar, Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 14.10.2020 (►hier)
  • 110.000 Aale in Rhein und Neckar ausgesetzt, SWR-Aktuell vom 14.10.2020 (►hier)

kg, 17.10.2020

1, 17.10.20200.000 Aale in Rhein und Neckar ausgesetzt

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