Anglerverein Karlsruhe e.V.

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Leopoldshafen (Alter Hafen)

 

Der Alte Hafen Leopoldshafen war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Umschlagsort der Rheinschifffahrt. Auf Grund der Standortfrage stand der Hafen im Wettbewerb mit Daxlanden und Knielingen. Im Jahr 1833 schlugen nun die Schröcker dem Großherzog Leopold eine Umbenennung des Hafens und des Ortes vor. Schröck und der Hafen wurden im gleichen Jahr zu Leopoldshafen. Dies gab dem Hafen wieder einen Aufschwung, der aber nur einige Jahre anhielt. Als nun im Jahr 1901 der Karlsruher Hafen seinen Betrieb aufnahm verlor der Hafen an Bedeutung und der Umschlag von Waren kam zum Erliegen.

Der Alte Hafen ist Heute ein Bestandteil der Rheinauenlandschaft und hat eine große Bedeutung für die Fischerei, Naherholung und den Naturschutz. Bedingt durch die direkte Verbindung mit dem Rhein hat der Hafen hohe Wasserstandsschwankungen. Das ca. 1300m lange Altwasser liegt im Landschaftsschutzgebiet "Rheinaue nördlich Karlsruhe",  ist FFH-Gebiet "Rheinniederung von Karlsruhe bis Phlippsburg" und des weiteren EU-Vogelschutzgebiet "Rheinniederung Karlsruhe bis Rheinsheim". Am unteren Ostufer (Alte Fahrrinne) hat das Gewässer beim Stand Rheinpegel Maxau von 5m eine Wassertiefe von ca. 4m. An dieser Stelle liegen auch die Boote des AVK, leider ist hier auch eine steile Böschung. Im westlichen Ufer steigt das Gelände langsam an und geht in einen Auwald mit Silberweiden über, der zeitweise überflutet wird. Bei Niedrigwasser kommen am Nordufer Kiesbänke hervor.

Die Ufer des Alten Hafens sind zum Teil naturnah gestaltet und ein schönes Angelgewässer. In verschiedenen Abschnitten kommen am Ufer Röhricht, verschiedene Seggenarten und Schwertlilien vor. Der Bewuchs reicht von Wasserkresse bis Sumpfvergißmeinicht etc. und periodisch auch Schlammkraut, aber auch Tausendblatt, Teichlinsenarten, Wasserpest und Seekanne kommen vor. Im Zuge des LIFE-Projektes "Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe" wurde versucht die Wassernuss im Alten Hafen wieder anzusiedeln, jedoch wurde dies kein Erfolg da das hohe Aufkommen an Schwäne dies zunichte machte. Insgesamt zählte man bis zu 40 Vogelarten unteranderem Eisvogel, Schwarzmilan, Stockente etc. aber auch die schwarze Pest, den Kormoran.

Das Gewässer hat eine vielfältige Fauna die von aquatischen Wirbellosen (Muscheln, Schnecken, Krebse, Libellen etc.) sowie Amphibien (Teichfroscharten, Springfrosch) und Fische besiedelt wird.

Im ca. 24,9 ha großen Alten Hafen sind 25 Fischarten nachgewiesen worden. Es besteht ein guter Weißfischbestand von Karpfen bis Rotaugen und Brachsen aber auch die Schleie kommt vor. Die Raubfischangler kommen auch nicht zu kurz, von Flußbarsch, Hecht, Wels und Zander kommt fast alles vor. Ebenfalls kommen auch Fischarten darin vor, die im Anhang II der FFH-Richtlinie stehen wie Bitterling und Steinbeißer.

Angler mit Boot sind in diesem Gewässer klar im Vorteil und haben sicherlich eine höhere Fangquote als Uferangler. Die natürliche Reproduktion sämtlicher Fischarten ist hervorragend, da der alte Hafen nicht sehr tief ist erwärmt sich das Wasser schneller als in anderen Gewässer dadurch laicht der Hecht oder Zander wesentlich früher, darüber freut sich auch der Kormoran der dem Nachwuchs sehr zusetzt.

Der Alte Hafen ist ein gutes Fischgewässer das aber durch Sedimentablagerungen gefährdet ist. Anstrengungen der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen und des Anglervereins Karlsruhe den Alten Hafen zu entschlammen fand bei den Behörden noch kein Gehör. Wir werden weiter am Ball bleiben um hier Abhilfe zu schaffen. Die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen hat im Jahr 2008 eine Bestandsdarstellung mit denkbaren Entwicklungsperspektiven durch die Fa. IUS ausführen lassen. Hierfür gilt der Gemeinde unser Dank.

 

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Dammeisters Loch

Das Dammeisters Loch ist seit 2015 in der Obhut des Anglerverein Karlsruhe.
Das Gewässer grenzt an den "Alten Hafen/Leopoldshafen" an und ist erreichbar über die Landstraße Leopoldshafen Richtung  Rheinfähre. Bei der Dammkreuzung können Sie links zum Dammeister Loch laufen.

Das Gewässer befindet sich abseits vom Weg versteckt zwischen zahlreichen Bäumen . Aufgrund der geringen Wassertiefe, bietet es vor allem bei hohen Wasserständen ab ca. 5 Meter aufwärts, v.a. für Feederangler Erholung,
fernab von jeglicher Zivilisation.
Insgesamt stehen den Anglern dort fünf, mit Blechschildern  nummerierte Angelplätze zur Verfügung die aber nur selten alle belegt sind.
Wer den vollkommenen Rückzug in die Natur liebt, wird  in dem kleinen und derzeit jüngsten Gewässerabschnitt des AVK ein herrliches Refugium mitten in der idyllischen Rheinauenlandschaft vorfinden.

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