Anglerverein Karlsruhe e.V.

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Verzeichnis der Gewässer

Bitte beachten:

Im Folgenden finden Sie die Beschreibungen unserer Vereinsgewässer. Die genauen Bestimmungen für jedes Gewässer entnehmen Sie bitte den "Richtlinien für Angelfischer des AVK" (►hier) und der Gewässerkarte, die auf der Geschäftsstelle erworben werden kann.  Sie enthält auch weitere Information wie z.B. zu Anfahrtswegen, Schranken usw.

 

Klicken Sie auf den Gewässernamen...

Alb
Baggersee Illingen
Bellenkopf und Salmengrund
Dammeister Loch
Fuchs & Gros (mit Kaisersklamm)
Goldkanal Illingen
Kämpfelbach
Kiefer-Ferma See
Knielinger See
Leopoldshafen (Alter Hafen)
Reitschulschlagsee
Rhein und Rheinhäfen
Schmugglermeer/Baggersee Krieger

 

 

 

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Alb

Alb

Die Alb entspringt etwa sieben Kilometer südlich von Bad Herrenalb. Sie fließt ca. 51 Kilometer in nördliche Richtung und  ebnet sich ihre Bahn durch Bad Herrenalb, Frauenalb, Marxzell und  Fischweier. In Fischweier mündet die Moosalb ein und gibt ihr nochmals Kraft auf ihrem Weg.

Bei Ettlingen verlässt sie nun den Schwarzwald und begibt sich in die mittlere Oberrheinebene, durchfließt Ettlingen und macht sich auf den Weg nach Karlsruhe. Für die Stadt Karlsruhe ist die Alb ein beliebtes Naherholungsgebiet und wurde im Stadtgebiet fast vollständig renaturiert. Die Alb durchfließt die "Günther-Klotz-Anlage" begibt sich auf den Weg durch Bulach und Beiertheim denen sie als Stadtteilgrenze dient und in einer großen Schleife Daxlanden. Die nächsten Stationen auf ihrem Weg sind nun Mühlburg und Knielingen, dann fließt sie begradigt durch die Miro Raffinerie und mündet schließlich etwas nördlich der Einfahrt zum Karlsruher Ölhafen in den Rhein.

Von der Autobahnbrücke Ettlingen (Gemerkungsgrenze) bis zum Wehr bei der Appenmühle im Karlsruher Stadtteil Daxlanden gehört die Alb zu den Pachtgewässern des AVK. Den Albabschnitt von der Ludwig-Dürr-Brücke in Daxlanden bis zum Leitsteg Knielingen hat der AVK in Unterpacht.

Die Alb ist in vier Abschnitte aufgeteilt

Die Alb zwischen der Autobahnbrücke Ettlingen dem Leitsteg Knielingen und bis zum Wehr an der Appenmühle in ist in 4 Abschnitte aufgeteilt:
 

Untere Alb

 
Im unteren Albstück dürfen alle Erlaubnisscheininhaber angeln! Es sind alle Fangarten erlaubt.
  
 

Der Daxlandener Abschnitt (Leitsteg-> Thomaswehr), darf von AVK-Mitgliedern nicht beangelt werden!

Mittlere Alb

Bitte beachten Sie auch, dass die mittlere Alb (Appenmühle bis Europabad/Brücke) nur mit Kunstköder und Einzelschonhaken befischt werden darf! Naturköder (Würmer, Maden etc.) sind verboten.

 

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Obere Alb (nur mit separater Salmonidenkarte befischbar!)

 

Das obere Albstück (Autobahnbrücke Ettlingen bis zur Europahalle) darf nur mit einer Sonderberechtigung, unsere Salmonidenkarte (-> Downloads), befischt werden. Diese Sondererlaubnis kann jährlich beantragt werden und wird gegen eine Gebühr oder durch die Ableistung von Arbeitsstunden ausgehändigt.  Die Salmonidenkarten sind nur begrenzt (!) verfügbar. Bitte stellen Sie bei Interesse den Antrag daher so schnell als möglich! Bitte beachten Sie dass das obere Albstück nur mit der Fliegenrute beangelt werden darf! Im Bereich des Friedhofs und im 30 Meter Abstand zu den beiden Fischtreppen ist das angeln verboten! Siehe auch hier.

 

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Baggersee Illingen

 

Der "Illinger Kieswerksee" liegt innerhalb des Naturschutzgebietes "Auer Köpfle – Illinger Altrhein –Motherner Wörth" und grenzt mit einer schmalen Landzunge an seiner Südwestseite direkt an den Goldkanal. Bis zur Rheinkorrektur durch Tulla lag diese Fläche auf elsässischem Hoheitsgebiet, weshalb das Nutzungsrecht noch immer bei der Gemeinde Mothern liegt. Die Fischerei erfolgt allerdings -wie im Goldkanal- nach deutschen Fischereiregeln.

Die Geburtsstunde des künstlichen Sees war der 1957 beginnende Kiesabbau, der 2004 endgültig eingestellt wurde. Das ca. 47 ha große Gewässer misst an seiner längsten Stelle knapp 1,3 Kilometer und hat eine Breite von etwa 550 Meter. Der kiesige und überwiegend vegetationsfreie Grund des Sees ist annähend konturenfrei und hat mit wenigen Flachwasserzonen an der Süd- und Ostseite eine fast einheitliche Tiefe von ca. 47 Metern. Dennoch überrascht die exzellente Wasserqualität, wo bis in große Tiefen ein hoher Sauerstoffgehalt anzutreffen ist. Weitere Details werden noch durch unseren Gewässerwart per Echolot erkundet.

Der See ist direkt über einen Altrheinarm mit dem Vollrhein verbunden und hat damit als natürliches Überflutungsbecken eine Art Polderfunktion für die rheinabwärts gelegenen Anlieger. Bei steigenden Wasserständen im Rhein strömt das Hochwasser zunächst von Norden her (rheinaufwärts) quasi "rückwärts" über einen Altrheinarm in den See. Erst bei höheren Wasserständen werden die drei künstlich angelegten Hochwasserabläufe zwischen Goldkanal und Illinger See überströmt. Die Fließrichtung dreht sich dann um und entspricht wieder dem natürlichen Gefälle. Bei großen Hochwasserereignissen wird auch der Leinpfad (grün eingezeichneter Fahrweg an der Ostseite) überflutet, der von Anglern mit Durchfahrtsgenehmigung des AVK befahren werden darf.

Die Uferzonen sind aus Naturschutzgründen nur eingeschränkt für den Fischfang freigegeben. Entlang der Landzunge an der Nordwestseite besteht ab der nördlichen Spitze des Sees bis zum ersten Hochwasserüberlauf (Länge ca. 100 Meter) ein ganzjähriges Angelverbot. Zusätzlich darf an der gegenüber liegenden Nordostseite zwischen der Nordspitze des Sees und dem Altrheineinlauf bei der Rinnbrücke (siehe vorläufige Gewässerkarte) nur in der Zeit vom 15.08. – 15.02. eines Jahres gefischt werden. Der restliche und damit überwiegende Teil der Uferzonen steht den Anglern uneingeschränkt zur Verfügung. Obwohl durch die Mitte des Sees ein "Kanuwanderweg" verläuft, lassen die naturschutzrechtlichen Vorgaben ein Einbringen von Booten derzeit nicht zu. Durch Verhandlungen mit der Naturschutzbehörde wird versucht, dieses Verbot zumindest für die Südhälfte des Sees aufzulockern. Wassersportliche Aktivitäten, außer Angeln, sind im See ganzjährig verboten. Trotz dieser Beschränkungen ist eine gute Erreichbarkeit des Sees mit dem Auto (siehe Anfahrtsskizze) sichergestellt.

In dem fischreichen Gewässer tummeln sich noch kapitale Hechte, Zander, Karpfen und Welse. Auch der Aalbestand ist gut. Die zugänglichen Uferbereiche sollen für Hechte und Zander gute Fangstellen sein. Die Fische schmecken dank der Wasserqualität sehr gut. Orientiert an den Fangregeln des Vorpächters besteht im See auch seitens des AVK eine Fangbeschränkung von insgesamt zwei Gutfischen (2 Hechte oder 2 Zander oder 1 Hecht und 1 Zander) pro Angler und Tag. Die Fangregeln für diesen See werden alsbald in die Richtlinien und die Gewässerkarten des AVK eingearbeitet. Der See wird ab sofort bei Besatzmaßnahmen berücksichtigt.

Dies alles soll aus Sicht des AVK auch so erhalten bleiben, ohne die umweltfreundliche Fischerei noch mehr mit naturschutzrechtlichen Auflagen einzuschränken. Alle Mitglieder des AVK sind daher dazu aufgefordert, die bestehenden Spielregeln einzuhalten.

 

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Bellenkopf und Salmengrund

 

Eine der schönsten Restauen des Rheins, der Bellenkopf mit Salmengrund.

Insider sind schon lange ihrem Zauber verfallen, einer noch fast unberührten Wildnis. In Höhe von Rheinkilometer 355,900 schießen durch einen Durchbruch bei Mittelwasser pro Sekunde 5.000 Liter wasserfallähnlich in einen Altrheinarm. Im sauerstoffreichen und mit Schaumkronen überzogenen Kehrwasser warten viele Jäger, um blitzschnell zuzuschlagen. Sie haben nur das Fressen im Kopf. Die anvisierten Opfer haben fast keine Chance. Ein Territorium für große Raubfische und ihre "Jäger".

Ort des Geschehens ist der Bellenkopf auf Gemarkung Neuburgweier, aus dem sich bei Niedrigwasser eine Kiesinsel erhebt. Durch Reste des alten Flussbettes des Rheins windet sich in seiner Verlängerung bis zum Auslauf bei Rappenwört der ruhige und fast paradiesische Salmengrund. Diese fischreichen Altrheingewässer des AVK sind ein Relikt aus Zeiten Tullas und für die Menschen am Rhein ein unverzichtbares Hochwasserüberflutungsgebiet (Polderfunktion). In diesem leben viele Räuber, die sich gut zu tarnen wissen. Sie haben Heimvorteil, da sie das leicht trübe Wasser und das entlang der Uferzone liegende Totholz fast unsichtbar macht. Dennoch nimmt die Wasserqualität in diesem noch verbliebenen herrlichen Biotop ständig zu. Welse, Hechte und Zander schätzen diese Gewässer. An den Uferzonen hat sich eine ganz eigene Welt aus Wasserpflanzen entwickelt. Sie bieten Nistraum für Wasservögel und sind eine ideale Tarnung. An den Uferzonen schließt sich eine fast undurchdringliche Wildnis an, wo im Frühjahr eine sprichwörtliche "Explosion" des Lebens zu beobachten ist. Ein malerisches und farbenprächtiges Bild, wovon nicht nur Naturliebhaber fasziniert sind.

Die Uferzone ist nur teilweise für die Angelfischerei freigegeben. Näheres hierzu ist den Gewässerkarten des AVK zu entnehmen. Eine gute Erreichbarkeit mit dem Auto ist sichergestellt, da der Rheinbetriebsweg für Angler des AVK freigegeben ist. Der Wasserspiegel ist durch den unterschiedlichen Wasserstand im Vollrhein starken Schwankungen unterworfen. Bei Niedrigwasser ist der Fangerfolg oft wie abgerissen. Insoweit ist es wenig störend, dass in dieser Zeit Paddler und Kanuten beim Durchfahren dieser "Stromschnelle" ihr Können unter Beweis stellen. Mit zunehmendem Wasserstand kommen wieder die Angler zu ihrem Recht. Im reißenden Durchfluss kommt das Wasser teilweise zum "Kochen". Tote Köder werden in dieser Urgewalt anscheinend zum Leben erweckt und von den wartenden Jägern magisch angezogen. Der Salmengrund bietet sich bei höherem Wasserstand besonders für Schleppfahren mit dem Boot an.

Es ist zu hoffen, dass dem AVK diese noch verbliebene "Wildnis" in den Rheinauewäldern erhalten bleibt.

 

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Dammeisters Loch

Das Dammeisters Loch ist seit 2015 in der Obhut des Anglerverein Karlsruhe.
Das Gewässer grenzt an den "Alten Hafen/Leopoldshafen" an und ist erreichbar über die Landstraße Leopoldshafen Richtung  Rheinfähre. Bei der Dammkreuzung können Sie links zum Dammeister Loch laufen.

Das Gewässer befindet sich abseits vom Weg versteckt zwischen zahlreichen Bäumen . Aufgrund der geringen Wassertiefe, bietet es vor allem bei hohen Wasserständen ab ca. 5 Meter aufwärts, v.a. für Feederangler Erholung,
fernab von jeglicher Zivilisation.
Insgesamt stehen den Anglern dort fünf, mit Blechschildern  nummerierte Angelplätze zur Verfügung die aber nur selten alle belegt sind.
Wer den vollkommenen Rückzug in die Natur liebt, wird  in dem kleinen und derzeit jüngsten Gewässerabschnitt des AVK ein herrliches Refugium mitten in der idyllischen Rheinauenlandschaft vorfinden.

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Fuchs & Groß mit Kaisersklamm

 

Der ca. 40 ha große Baggersee „Fuchs & Groß“ auf Gemarkung Eggenstein Leopoldshafen ist eine kleine in sich geschlossene ökologische Nische ohne Rheinanbindung; er unterscheidet sich insofern von den bisher vorgestellten Gewässern. Der See ist trotz einer gewissen Isolation aufgrund des ständigen Fischbesatzes und großflächiger Laichzonen noch immer ein fangreiches Gewässer des AVK. Der Ursprung des Sees war der um 1956 einsetzende ebenerdige Kiesabbau durch die ehemalige Fa. Fuchs & Seufert (später Fuchs&Gros), der ab 1960 mit Tauchbaggern in die Tiefe ausgedehnt wurde. Mit der Einstellung des Kiesabbaus im Jahr 1998 entwickelte sich das damalige Zandergewässer zu einem noch heute sehr guten Fanggebiet für Hechte, Barsche und Karpfen, wenngleich der Fischreichtum früherer Jahre der Vergangenheit angehört. Der ehemals zwischen den Anglervereinen Eggenstein (Südteil) und Karlsruhe (Nordteil) aufgeteilte See darf zwischenzeitlich komplett von beiden Vereinen befischt werden.

Der Grund des Sees ist stark strukturiert, weshalb ständig wechselnde Tiefen anzutreffen sind. Ein Ausloten vor dem Fischfang ist deshalb unverzichtbar. Die tiefste Stelle misst 20 Meter. Trotz fehlender Fließwasseranbindung hat das klare und nährstoffreiche Wasser auch im Sommer bis in die tieferen Bereiche eine gute und sauerstoffreiche Qualität. Die hier gefangenen Fische schmecken vorzüglich. Wegen der bis auf den Grund noch immer funktionierenden Fotosynthese ist der See stark bewachsen und krautreich. Unter der Wasseroberfläche eröffnet sich eine ganz eigene Welt aus meterhohen Wasser- und Schlingpflanzen. Von Tauchern des nautischen Vereins Eggenstein wurden in dieser fast undurchdringbaren Unterwasserwildnis mit hohen Stangenwäldern schon „furchterregende“ Kolosse von Hechten gesichtet. Sie stürzen sich auf alles was sich bewegt und lassen ihren Opfern keine Chance. Niemand kann sie bedrohen und ihnen ihre Nahrung streitig machen. Über das Vorkommen von Welsen liegen keine Erkenntnisse vor.

Im Grunde genommen kann man von allen Stellen des Sees recht erfolgreich dem Fischfang nachgehen, sowohl vom Ufer als auch vom Boot aus. Am bissfreudigsten sind Hechte, Barsche, Karpfen, Aale und Weißfische. Trotz der noch immer guten Fangergebnisse ist das Wasser sehr launisch, weshalb Geduld angesagt ist. Auf erfolglose Tage und Wochen, können urplötzlich von einer unvorstellbaren Beißlust der Fische abgelöst werden. Schwärme von großen Barschen durchziehen in nicht vorhersehbaren Zyklen den gesamten See, um gemeinsam ihre unterlegenen Opfer zu jagen. „Petri Heil“ dem Angler, der sein Angelgeschirr rechtzeitig parat hat. Die Flachwasserzone im nördlichen Teil ist ein guter Fanggrund für Karpfen, die allerdings stark verkrautet ist. Die Uferbereiche sind für Hechte gute Fangstellen. In der kälteren Jahreszeit ist der Fischfang in tieferen Zonen aus dem Boot zu favorisieren. Reine „Zanderfischer“ sind an diesem See fehl am Platz.

Der mit dem Auto gut erreichbare See (vgl. Anfahrtsskizze) hat allerdings auch seine Schattenseiten. Im Sommer ist der starke Bade-, Segel- und Tauchbetrieb an diesem „Freizeitsee“ für Angler störend. 1999 wurde erstmals eine starke Population von Ochsenfröschen festgestellt, die sich trotz der „Bejagung“ explosionsartig vermehrt haben. Tausende von Kaulquappen dieser großen Räuber schwimmen in allen Stadien (2-3 jährig) im See und können leicht mit jungen Welsen verwechselt werden. Der bis zu einem Kilogramm schwer werdende biotopfremde Ochsenfrosch bedroht auch Amphibien, Bodenbrüter und Insekten und ist eine Bedrohung für alle Lebewesen, die sich mit ihm den Lebensraum teilen.

Dem Anglerverein Karlsruhe liegt sehr am Herzen, dass unsere Mitglieder das Fischfangverbot in den per Beschilderung ausgewiesenen Laich- und Schutzzonen strikt beachten und die naturschutzrechtlichen Vorschriften (u.a. kein Feuer, Anlegeverbot von neuen Standorten im Uferbereich etc.) eingehalten werden. Nur so wird es möglich sein, dieses herrliche Stück Natur für alle Freizeit- und Erholungssuchenden und auch für uns Angler in seiner heutigen Schönheit zu erhalten.

 

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Goldkanal Illingen

 

Ein Freizeitparadies an unserer südlichsten Bereichsgrenze.

Der Goldkanal bei Illingen liegt in einem der landschaftlich reizvollsten Gebiete der Rheinauen und ist das südlichste Gewässer des AVK. Der See lag vor der Rheinregulierung durch Johann Gottfried Tulla auf elsässischem Hoheitsgebiet, weshalb das Nutzungsrecht noch immer bei der Gemeinde Mothern liegt. Die Fischerei erfolgt allerdings nach deutschen Fischereiregeln. Der See hat seinen Namen vom über fünf Jahrhunderte lang betriebenen Goldabbau, der 1822 eingestellt wurde. Von 1936 - 1943 wurde im Dritten Reich auf Betreiben von Hermann Göring nochmals mit einem Monstrum von Bagger erfolglos nach dem "Rheingold" gesucht. Lediglich 300 Gramm Gold waren die Ausbeute. Der tiefste und noch immer für viele geheimnisvolle See des AVK ist mit dem Auto gut erreichbar (vergl. Anfahrtsskizze) und darf in dem durch den AVK angepachteten Teil komplett vom Ufer aus befischt werden. Er bietet entlang seiner Uferzone viele schöne einladende Stellen, die jeden Naturliebhaber faszinieren. Immer wieder lässt der Rhein über den Verbindungskanal das Wasser an- und absteigen, weshalb in diesem paradiesischen Gewässer eine unglaubliche Vielzahl von Fischen anzutreffen ist. Kennern dieses Gewässers gelingt auch heute noch manch kapitaler Fang. Kormorane und Fischreiher, die unliebsamen Konkurrenten der Angler, sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass es hier noch viele Fische gibt. Ein kleines "Amazonien" am Rhein, dessen Zauber und besondere Schönheit viele Angler verfallen sind.

Der See hat allerdings auch seine Schattenseiten, die in den Sommermonaten sichtbar werden. In diesem Freizeitparadies tummeln sich in dieser Jahreszeit unzählige Badegäste, Surfer, Segler und Erholungssuchende, wo es Anglern schwer fällt, einen ruhigen Platz zu finden. Außer Motorbootfahren ist alles erlaubt. Auch Regatten werden ausgetragen. Zusätzlich wird das Gewässer im Rastatter und Illinger Teil stark durch Netzrechte bewirtschaftet. Im Sommer empfiehlt es sich, an dem im Naturschutzgebiet liegenden Stichkanal zum Rhein bzw. dessen Einmündungsbereich in den See auszuweichen. Die über Jahrhunderte fast unveränderte Kanalzone bietet vielen seltenen Tieren und Pflanzen Schutz und Lebensraum und ist für sich alleine ein Erlebnis. Für den gesamten See gilt: Nicht jeder Fischfang ist erfolgreich - eben ein Gewässer voller Überraschungen.

 

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Kämpfelbach (nur mit separater Salmonidenkarte befischbar!)

 

Cirka  3 Hektar Wasserfläche des Kämpfelbachs bewirtschaftet der AVK . Der Quellaustritt des idyllisch gelegenen Bächleins liegt innerhalb der Gemeinde Ispringen im Enzkreis. Haupteinzugsgebiet des hier an die Oberfläche tretenden Gewässers ist die Wilferdinger Höhe in Pforzheim. Der Bach ist ein Gewässer des Pfinzsystems, das der Forellenregion zuzurechnen ist. Er durchwandert nach seinem Austritt aus dem Berg die noch örtlich geprägten Gemeinden Kämpfelbach (Ersingen und Bilfingen) und Königsbach-Stein, um bereits nach 14 Kilometern bei Remchingen-Singen in die Pfinz einzumünden. Er wird auf seinem kurzen und teilweise beschwerlichen Weg durch den Bruchbach und den Mühlbach gespeist, wovon der Bruchbach ebenfalls befischbar ist. Bereits in den 60er Jahren wurde das 12 Kilometer lange Teilstück des Kämpfelbaches oberhalb von Ersingen und unterhalb von Königsbach-Stein durch den AVK angepachtet, der hierfür im Jahr 1991 auch die Bachpatenschaft übernommen hat.

Im Oberlauf auf Kämpfelbacher Gemarkung laden nur wenige tiefere und ausreichend breite Stellen zum Angeln ein. Dieser Gewässerabschnitt dient vorwiegend dem bacheigenen Nachwuchs und den vom Verein jährlich eingesetzten Bachforellen als Kinderstube. Im Unterlauf auf Gemarkung Königsbach-Stein wird das teilweise widerspenstige Gewässer  punktuell bis zu fünf Meter breit und 1,20 Meter tief. Trotz großem Befischungsdruck werden hier noch immer schöne Forellen gefangen. Wer auf andere Fischarten aus ist, hat hier wohl kein Glück. Die fängigsten Stellen sind natürlich nur Insidern bekannt und sollen hier nicht verraten werden. Mit der Einstellung des heute unzulässigen Besatzes mit fangreifen Forellen sind die Fangerfolge früherer Jahre allerdings deutlich zurückgegangen. Niemand weiß genau, wie viele kleine Lebewesen und Kleinstfische heute im Bach leben. Nach dem Ergebnis der ständigen Beobachtung ist es jedoch wieder gelungen, neben den in unseren Breiten selten gewordenen Wasseramseln auch wieder einen heimischen Kleinfischbestand aufzubauen. Dies soll spätestens bei einer Abfischaktion nach dem Bau der geplanten „Rauhen Rampe“ (Auf- und Abstiegshilfe) beim Mühlenkanal festgestellt werden.

Wichtige Hinweise:

Der Kämpfelbach darf nur mit einer Sonderberechtigung, unsere Salmonidenkarte, befischt werden. Diese Sondererlaubnis kann jährlich benatragt werden und wird gegen eine Gebühr oder durch die Ableistung von Arbeitsstunden ausgehändigt.

Dank der Arbeit unserer Bachpaten um deren Leiter Helmut Fohler sind die Uferzonen dieses Fließgewässers wieder dicht bewachsen, wo sich seither auch viele Insekten als Nahrungsquelle für Fische und Vögel angesiedelt haben. Auch andere ufernahe Tiere haben hier eine neue Heimat gefunden. Durch die fleißigen und unermüdlichen Hände der „Bachpaten Kämpfelbach“ wurden seit der Übernahme dieser Patenrolle alleine rund 3.000 Schwarzerlen angepflanzt und erodierte Uferbereiche mit Weiden und Faschinen saniert. Durch unzählige naturnahe und durchgängige Strukturmaßnahmen ist es gelungen, die Aufenthaltsfunktion für Fische und die Wasserqualität deutlich zu verbessern. Die Fische finden neben den strömenden Stellen auch wieder Ruhebereiche und sichere Unterstellmöglichkeiten. Der Kämpfelbach zeigt auch wieder Kurven, was ihm den 30er Jahren durch eine unsinnige Begradigung „verboten“ war. Das eingespielte 16köpfige Team um Harry Faas bringt für dieses erfolgreiche Engagement jährlich rund 1.000 Arbeitsstunden auf. Interessierte können durch zwei jeweils vierstündige Arbeitseinsätze bei den Bachpaten die Salmonidenkarte des AVK für den Kämpfelbach inklusive der Alb kostenlos erwerben. Im Kämpfelbach darf übrigens analog zu den Fangregeln in der oberen Alb nur mit künstlichen Ködern und Schonhaken bzw. angedrücktem Widerhaken geangelt werden.

 

Unsere Bachpatengruppe Kmäpfelnbach ist Träger des EDEKA-Naturschutzpreises 2016!

Am Kämpfelbach ist u.a. Dank der hervorragenden Arbeit unserer Bachpaten wieder eine fast unberührte ökologische Nische für Flora und Fauna entstanden. Eine insgesamt faszinierende Veränderung des Bachverlaufes, dessen Zauber und Charme viele Angler und Naturliebhaber verfallen sind.

 

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Kiefer-Fermasee

 

Vor Tullas Rheinregulierung überzog noch eine wunderschöne Schilflandschaft den ehemaligen Altrheinarm bei Neuburgweier. Die Geburtsstunde des Sees war wie bei vielen Seen in der Rheinschiene der Kiesabbau für den Bau der Westwallbunker. Über die Jahre wuchsen so Baggersee und Altrheinarm zum heutigen See zusammen.Das Gewässer war in dieser Zeit ein Eldorado für Angler und Fischer.

In dem auch heute noch mit Netzrechten bewirtschafteten See gehörten "spanferkelgroße" Karpfen, kapitalste Hechte und Zander zur Tagesordnung. Das Netzrecht wird nun schon über Generationen durch die Familie Stolz ausgeübt, weshalb Einheimische noch heute vom "Stolzschen Gewässer" sprechen. Der See hat eine durchschnittliche Tiefe zwischen 6 und 9 Metern und misst an seiner tiefsten Stelle 11 Meter. Insgesamt hat er eine Wasserfläche von ca. 35   Hektar! Er ist nur noch über ein winziges und mit Schließen gesteuertes Rinnsal mit dem Salmengrund und damit dem Vollrhein verbunden, weshalb das Wasser im See kaum in Bewegung ist. Insoweit überrascht die Wasserqualität dieses Sees, wo bis auf den Grund ein hoher Sauerstoffgehalt anzutreffen ist. Wie in vielen vergleichbaren Seen ist die Fangquote mit der Einstellung des Kiesabbaus deutlich zurückgegangen. In den letzten Jahren wurde der Fischfang aus Naturschutzgründen leider sehr starken Beschränkungen unterworfen.

Die Uferfischerei ist nur noch an Teilen des Sees (siehe Gewässerkarte) zulässig. Die Uferzonen sind teilweise nur sehr schwer zugänglich. Für den Fischfang aus dem Boot bietet er jedoch noch immer ideale Bedingungen und erinnert mit zum Teil noch immer kapitalen Fängen an den früheren Fischreichtum. Die fangreichste Zone ist der nur vom Boot aus zu befischende sog. "Schlauch" an der Nordostseite des Sees, was allerdings nur zeitlich befristet zulässig ist. In diesem Rest des noch verbliebenen alten Flussbettes des Rheins wächst unter der Wasseroberfläche eine dornige Fruchtpflanze, die Wassernuss oder auch Teufelsnuss (Trapa natans). Die Früchte dieser seltenen Pflanze steigen bei Reife an die Wasseroberfläche auf und waren früher ein Teil der Ernährung für die Rheinanlieger. Die naturschutzrechtlichen Einschränkungen an diesem Gewässer basieren fast ausschließlich auf dem Vorkommen der Wassernuss, weshalb auch das Kanufahren und Paddeln verboten ist. Unter der Wasseroberfläche eröffnet sich eine ganz eigene Welt aus meterhohen Wasser- und Schlingpflanzen. In dieser Unterwasserwildnis bietet der See den Fischen noch immer ideale Bedingungen, wo noch gewaltige Hechte auf ihre Beute lauern. In den seichten und warmen Uferzonen an der Nord- und Nordostseite des Sees sonnen sich häufig Schwärme von Karpfen. Die stillen und fast unberührten Buchten an diesen Seeseiten sind auch ein beliebter Aufenthaltsort für frischgeschlüpfte Brut und Jungfische. Seltsame und bizarre Kleinlebewesen tummeln sich auf und im Wasser. Die plötzlich zuckende Wasseroberfläche und die panische Flucht der Jungfische ist ein Zeichen dafür, dass im See noch viele Räuber den Fischfang auch für Angler zu einem Erlebnis machen können. Trotz der naturschutzrechtlichen Vorgaben ist eine gute Erreichbarkeit des Sees mit dem Auto (siehe Anfahrtsskizze) sichergestellt.

Der Ferma See ist eine der letzten Wildnisse unserer Auenlandschaft und soll mittelfristig wieder als Überlaufbecken (Polder) an den Rhein angebunden werden. Dies soll aus Sicht des AVK auch so bleiben, ohne die umweltfreundliche Fischerei noch mehr mit naturschutzrechtlichen Auflagen einzuschränken.

 

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Knielinger See

 

Der Haussee des Anglervereins Karlsruhe und ehemals "Markgräfliches Gewässer"

Der „Knielinger See“ liegt direkt vor der Haustüre der Stadt Karlsruhe inmitten der malerischen Rheinauenlandschaft. Er bietet Lebensraum für eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt und ist noch immer ein beliebtes Angelrevier. Der See misst an seiner längsten Stelle 2 Kilometer und hat eine Breite von knapp 800 Meter. Der Grund des Sees ist sehr hügelig und hat eine durchschnittliche Tiefe zwischen 3 und 7 Meter. Die tiefste Stelle beträgt 21 Meter. Mit dem Federbach hat der Knielinger See eine Wasserfläche von ca. 96 Hektar! Vor der Regulierung im Jahr 1817 durchzog der Rhein in starken Schlingenbewegungen in einer bis zu 8 Kilometer breiten Flusswildnis mit Altwassern, Sümpfen, Kiesbänken, Wäldern und Wiesen die Karlsruher Auenlandschaft. Der Vorläufer des heutigen Sees ist eine ehemalige Rheinschlinge, die bei der Rheinkorrektur durch Tulla auf der badischen Seite zu liegen kam.

Die eigentliche Geburtstunde des Sees war wie bei vielen Seen auf der Rheinschiene der Kiesabbau durch die Markgräfliche Gewässerverwaltung, der 1957 begonnen und 1985 aus Rentabilitätsgründen eingestellt wurde. Durch die langjährige Kiesförderung hat der See sein heutiges Ausmaß erreicht. Aufgrund naturschutzrechtlicher Vorgaben konnten die verbliebenen Biotope „Katersgrund“ bzw. „Entenfang“ vor der Zerstörung gerettet werden, die heute die biologische Regenerationszelle des Sees sind. Zu Beginn der 60er Jahre stand der See und die ihn umgebende Naturlandschaft noch als Badesee der Stadt Karlsruhe und als Standort für einen neuen Karlsruher Stadtteil („Rheinstadt“) zur Diskussion. Um solche städtebauliche Utopien ist es glücklicherweise wieder ruhig geworden, wenngleich die Stadt Karlsruhe noch eine verbriefte Option zur Freizeitnutzung des Sees hat.

Der „Knielinger See“ war in der damaligen Zeit ein Mekka für Freizeit- und Berufsfischer. Kapitale Zander und Hechte waren an der Tagesordnung. Das Gewässer war in dieser Zeit aufgrund seines ungewöhnlichen Fischreichtums fast ganzjährig dicht von Anglern umlagert. Mit Beginn der Tiefenbaggerung zu Beginn der 70er Jahre hat sich die Fangquote und Wasserqualität deutlich verschlechtert. Der frühere Fischreichtum gehört zwischenzeitlich mit Ausnahmen der Vergangenheit an. Wie an vielen anderen Baggerseen gingen fast zeitgleich zur Einstellung der Kiesgewinnung im Jahr 1985 die Fangzahlen rapide zurück. Der frühere Gewässerwart des AVK, Dieter Fleckenstein, hat im Jahr 2000 durch umfangreiche und detaillierte Gewässeranalysen erhebliche ökologische Probleme festgestellt, die zu diesem Rückgang beigetragen haben. Durch die fehlende Wasserumwälzung nimmt der Sauerstoffgehalt vorwiegend in den Sommermonaten ab einer gewissen Wassertiefe immer mehr ab. Zusätzlich leidet der See unter der hohen Eutrophierung (Überlagerung an Nährstoffen wie Nitrate und Phosphate) aus dem Federbach. Dieser Zustand zeigt sich besonders im Sommer in der durch den Algenbewuchs ausgelösten grünlichen Färbung des Wassers. Um das biologische Umkippen des Sees zu verhindern, stand der AVK in intensiven Verhandlungen mit der Markgräflichen Gewässerverwaltung und allen zuständigen Institutionen. Durch einen "Bypass" konnte das Gewässer stabilisiert werden. Infos heirzu finden sie hier.

Insider und Kenner dieses Gewässers kommen am Knielinger See auf ihre Kosten. Der See ist allerdings fischfangmäßig sehr launisch, was auch früher schon so gewesen sein soll. Auch der Kormoran breiten sich dort stark aus! Vom Ufer aus ist es wenig sinnvoll, den Schwimmer oder das Grundblei mehr als 20 Meter weit in den See zu werfen. In der nahen Uferzone ist die Erfolgsquote deutlich höher. Die vom Uferbereich nur teilweise zu befischende Sauweide an der Nordwestseite des Gewässers ist im Frühjahr noch immer ein optimaler Fanggrund für schwere Karpfen und Weißfische. Die Kiesbank an der Westseite des Sees bietet sich besonders ab Ende August für den Karpfenfang an. Das 2-3wöchige Anfüttern in Maßen erhöht die Chancen erheblich. Als besonders erfolgreiche Raubfischzone erweist sich noch immer die Nordostecke des Sees am Willichgraben und an der „Hechtspitze“ (Einfluss in Federbach), wo Zander und Hecht bei Rückgang des Krautes noch immer gerne beißen. Hechte werden heute vorwiegend mit dem Kunstköder gefangen. Im Gegensatz hierzu werden Zander leider immer mehr zu einem Problemfisch der Angler, was für Berufsfischer allerdings nicht gilt. Kolonien von Graureihern und Kormoranen (gezählte Tagesspitze 340 Tiere) sind ein Beweis dafür, dass sich der Fischfang noch immer lohnt. Sie sind meisterhafte Jäger und neben Wels und Rapfen ein großer Konkurrent der Angler. So mancher Fisch bleibt verletzt und angenagt im Wasser zurück. Schleien scheinen nach den vorliegenden Fangmeldungen fast ausgestorben zu sein. Der See bietet für Naturliebhaber im Morgengrauen beim ersten Frühnebel noch immer ein einmaliges Bild. Das mit dem Auto (vergl. Anfahrtsskizze) gut erreichbare Gewässer wirkt in diesen Stunden geradezu paradiesisch und lässt einen erfolglosen Fang schnell vergessen. In der dicht bewachsenen Uferzone an der Ostseite des Sees und im Zufluss des Federbachs („Schlauch“) haben sich besonders scheue und wachsame Tiere perfekt an den See angepasst. Eine Sternstunde für ornithologisch interessierte Angler. Eine ganz eigene Welt aus Wasserpflanzen tut sich in dieser Ruhezone auf. Der „Knielinger See“ ist noch immer ein Amazonien am Rhein, direkt vor der Haustüre der Stadt Karlsruhe. Noch ist es nicht zu spät, diese Naturidylle auch für uns Angler zu erhalten. Vielleicht lässt sich auf dem Wege der Fischaufzucht in unserer direkt an den See angrenzenden Brut- und Zuchtanlage wieder mancher heimische Fisch ansiedeln. 

 

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Leopoldshafen (Alter Hafen)

 

Der Alte Hafen Leopoldshafen war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Umschlagsort der Rheinschifffahrt. Auf Grund der Standortfrage stand der Hafen im Wettbewerb mit Daxlanden und Knielingen. Im Jahr 1833 schlugen nun die Schröcker dem Großherzog Leopold eine Umbenennung des Hafens und des Ortes vor. Schröck und der Hafen wurden im gleichen Jahr zu Leopoldshafen. Dies gab dem Hafen wieder einen Aufschwung, der aber nur einige Jahre anhielt. Als nun im Jahr 1901 der Karlsruher Hafen seinen Betrieb aufnahm verlor der Hafen an Bedeutung und der Umschlag von Waren kam zum Erliegen.

Der Alte Hafen ist Heute ein Bestandteil der Rheinauenlandschaft und hat eine große Bedeutung für die Fischerei, Naherholung und den Naturschutz. Bedingt durch die direkte Verbindung mit dem Rhein hat der Hafen hohe Wasserstandsschwankungen. Das ca. 1300m lange Altwasser liegt im Landschaftsschutzgebiet "Rheinaue nördlich Karlsruhe",  ist FFH-Gebiet "Rheinniederung von Karlsruhe bis Phlippsburg" und des weiteren EU-Vogelschutzgebiet "Rheinniederung Karlsruhe bis Rheinsheim". Am unteren Ostufer (Alte Fahrrinne) hat das Gewässer beim Stand Rheinpegel Maxau von 5m eine Wassertiefe von ca. 4m. An dieser Stelle liegen auch die Boote des AVK, leider ist hier auch eine steile Böschung. Im westlichen Ufer steigt das Gelände langsam an und geht in einen Auwald mit Silberweiden über, der zeitweise überflutet wird. Bei Niedrigwasser kommen am Nordufer Kiesbänke hervor.

Die Ufer des Alten Hafens sind zum Teil naturnah gestaltet und ein schönes Angelgewässer. In verschiedenen Abschnitten kommen am Ufer Röhricht, verschiedene Seggenarten und Schwertlilien vor. Der Bewuchs reicht von Wasserkresse bis Sumpfvergißmeinicht etc. und periodisch auch Schlammkraut, aber auch Tausendblatt, Teichlinsenarten, Wasserpest und Seekanne kommen vor. Im Zuge des LIFE-Projektes "Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe" wurde versucht die Wassernuss im Alten Hafen wieder anzusiedeln, jedoch wurde dies kein Erfolg da das hohe Aufkommen an Schwäne dies zunichte machte. Insgesamt zählte man bis zu 40 Vogelarten unteranderem Eisvogel, Schwarzmilan, Stockente etc. aber auch die schwarze Pest, den Kormoran.

Das Gewässer hat eine vielfältige Fauna die von aquatischen Wirbellosen (Muscheln, Schnecken, Krebse, Libellen etc.) sowie Amphibien (Teichfroscharten, Springfrosch) und Fische besiedelt wird.

Im ca. 24,9 ha großen Alten Hafen sind 25 Fischarten nachgewiesen worden. Es besteht ein guter Weißfischbestand von Karpfen bis Rotaugen und Brachsen aber auch die Schleie kommt vor. Die Raubfischangler kommen auch nicht zu kurz, von Flußbarsch, Hecht, Wels und Zander kommt fast alles vor. Ebenfalls kommen auch Fischarten darin vor, die im Anhang II der FFH-Richtlinie stehen wie Bitterling und Steinbeißer.

Angler mit Boot sind in diesem Gewässer klar im Vorteil und haben sicherlich eine höhere Fangquote als Uferangler. Die natürliche Reproduktion sämtlicher Fischarten ist hervorragend, da der alte Hafen nicht sehr tief ist erwärmt sich das Wasser schneller als in anderen Gewässer dadurch laicht der Hecht oder Zander wesentlich früher, darüber freut sich auch der Kormoran der dem Nachwuchs sehr zusetzt.

Der Alte Hafen ist ein gutes Fischgewässer das aber durch Sedimentablagerungen gefährdet ist. Anstrengungen der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen und des Anglervereins Karlsruhe den Alten Hafen zu entschlammen fand bei den Behörden noch kein Gehör. Wir werden weiter am Ball bleiben um hier Abhilfe zu schaffen. Die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen hat im Jahr 2008 eine Bestandsdarstellung mit denkbaren Entwicklungsperspektiven durch die Fa. IUS ausführen lassen. Hierfür gilt der Gemeinde unser Dank.

 

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Reitschulschlagsee

 

Der etwa 1,4ha kleine, naturbelassene See liegt im Stadtteil Hagsfeld in der Reitschulschlagsiedlung nähe des Pfinzentlastungskanals. Ein großer Teil des Sees ist eingezäunt und nur mit einem Schrankenschlüssel begehbar. Die Ufer sind mit standortgerechten Gehölzen bewachsen. Unter anderem ist der Uferbereich mit Röhrichtzonen versehen, auch Froschlöffel, Laichkräuter, Teichrosen und Binsen sind vorhanden. In einigen Uferabschnitten liegt Totholz im Wasser das die strukturelle Vielfalt darin bereichert. Leider hat das Wasser steil auf etwa 5m Tiefe abfallende Ufer und eine relativ ebene Sohle. An einigen Stellen hat der See eine maximale Tiefe von ca. 8 m.

Der Fischbestand und die Artenvielfalt ist nicht üppig, aber für diesen See ausreichend. Manche Fischarten reproduzieren sich hervorragend in dem See wie Barsch und Schleie. Hecht kommt in nahezu allen Altersklassen vor. Brachsen hingegen nur in geringer Zahl. Rotaugen und Karpfen sind ebenfalls in geringer Anzahl vertreten. Der Sonnenbarsch ist im Gewässer dominierend, aber nicht außergewöhnlich häufig. Krebse ? ja, aber nur Kamberkrebse.

Zum Angeln sind schöne Angelplätze angelegt, die auch regelmäßig durch unsere Hegewarte frei geschnitten werden. Es kommt aber immer des öfteren vor, dass wir immer wieder sehr viel Abfall entsorgen müssen. Bitte helft unserem Verein und wenn Ihr Abfall sichtet nehmt ihn mit. Es schützt das Gewässer und dient dem Ansehen des Vereins.

Bei neuesten Untersuchungen stellte man fest, dass bereits bei 5 m Wassertiefe eine starke Sauerstoffzehrung besteht und unter 6 m Tiefe der Sauerstoff nahezu aufgezehrt ist. Auch hat man am Grund in geringen Mengen Schwefelwasserstoff nachgewiesen. Ebenso sind Orthophosphat und Ammonium in erhöhter Konzentration nachzuweisen. Maßnahmen sind jedoch derzeit nicht zu ergreifen, da keine Gefahr zu erkennen ist. Wir werden die Werte weiter beobachten und regelmäßig untersuchen.

Bitte beachten Sie dass der Reitschulschlagsee eingezäunt ist und Sie zum betreten den dafür vorgesehenen Schrankenschlüssel des AVK benötigen!

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Der Rhein und seine Häfen

Der Rheinstrom

Mit 1238,8 km ist  Gesamtlänge ist der Rhein ist der wasserreichste Nordseezufluss und eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Insgesamt 63 Fischarten beherbert der Rhein. Durch den Bau von Fischtreppen und aufwendige Wiedereingliederungsmaßnahmen kehrt auch der einst heimische Lachs wieder in der Region zurück. Der Anglerverein Karlsruhe unterstützt die Wiederansiedling durch das vereinseigene Bruthaus seit über 40 Jahren.
Die vom Anglerverein Karlsruhe beangelbare Südhälfte des Oberrheins, bildet die Staatsgrenze zwischen Frankreich (Elsass) und Deutschland (Baden-Württemberg). Die Nordhälfte bildet die Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

 

Der Wasserstand ist durch den Rhein oft starken Schwankungen unterworfen. Bei Niedrigwasser im Rhein kann der Wasserspiegel oft sehr stark sinken. In diesen Zeiten sollte man an andere AVK-Gewässer ausweichen. Ansonsten ist die Wasseroberfläche fast immer unruhig, wobei die Schiffe auf der „Wasserautobahn Rhein“ die jeweilige Fließrichtung bestimmen. Der optimale Wasserstand für einen erfolgreichen Fang liegt bei einem Rheinpegel von 5-6 Metern. 

Der mächtige Fluss verfügt, nicht zuletzt durch die Begradigung, über eine enorme Kraft im Hauptstrom. Kapitale und kampfstarke Fische trösten die Angler nicht selten über quasi vorprogrammierte Köderverluste hinweg. Der Rhein ist ein unberechenbares Pflaster und durch seine Vielfalt an Fischen immer für Überraschungen gut.
Insgesamt 25,7 Rheinkilometer hat der Anglerverein Karlsruhe  auf Baden Württembergischer Seite  gepachtet. Ein wahres El Dorado für Spinnfischer. In den ruhigeren Buhnenfeldern und Seitenarmen kommen auch Ansitzangler voll auf ihre Kosten. 
Fischereitechnisch sind noch die Rheinhäfen zu erwähnen.


 

 

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Rheinhäfen

 

Der Rheinhafen Karlsruhe ging 1901 in Betrieb. Mit diesem Tag  verlor der „Alte Hafen Leopoldshafen“ als bisheriger Umschlagsort für die Region Karlsruhe völlig an Bedeutung. Er besteht aus sechs Hafenbecken mit beantlichen 71 ha Wasserfläche. Fünf sind angelegt wie die Finger einer Hand. An dem Zulaufstrecke vom Rhein ist ein großes Containerterminal angesiedelt, an dem riesige Einzelschiffe bis zu 135 Meter Länge festmachen. Der Karlsruher Hafen wurde schnell zu einem der umschlagsstärksten Binnenhäfen Deutschlands. Er besteht aus sechs Hafenbecken, wovon fünf wie die Finger einer Hand angelegt sind. Becken VI, das früher ein schmaler Kanal war, stellt die Verbindung zum Rhein dar.  Einzigartig ist das Sperrtor an der Hafeneinfahrt, das bei einem Hochwasserstand ab 7,50 Metern bei gleichzeitiger Einstellung der Schifffahrt auf dem Rhein geschlossen wird. Hierdurch wird die Lücke zwischen den Dämmen beiderseits des Hafens geschlossen und die Anlagen im Hafen vor Überflutung und die Umwelt vor Gefährdungen geschützt.
Der ausschließlich vom Rhein gespeiste Hafen ist ein bedeutendes Pachtgewässer des AVK, das allerdings noch viele Mitglieder nicht kennen. Nachdem es den Anrainern gelungen ist, den Rhein von seinen früheren Vergiftungen zu befreien, hat sich diese nur schwer zugängliche Wasserlandschaft zu einem guten Fanggebiet für Angler entwickelt. Dies gilt sowohl für Weißfische als auch für Raubfische. Zander werden allerdings nur im Mündungsbereich mit dem Rhein gefangen. Wer beim Angeln auch die Schönheit der Natur genießen will ist hier an der falschen Adresse.
Die Hafenbecken sind voller Leben, wo sich die Fische aus vielen Lebensbereichen des Rheins treffen. Unter den Raubfischen dominiert eindeutig der Wels, der am Tag auf Tauchstation geht und erst bei einsetzender Dunkelheit seine Beutezüge startet. Berufsfischer im Rhein berichten darüber, dass heute auf einen Aal 10 Welse kommen. Der Aal im Rhein und in den Rheinanschlussgewässern unterliegt bekanntlich bis auf weiteres einem Fangverbot.
Der Schlüssel für einen erfolgreichen Fang ist die genaue Kenntnis dieses Rheinanschlussgewässers, die man sich selbst aneignen kann. Insider, die hier vorwiegend auf Raubfische aus sind, möchten dieses Eldorado von kapitalen Fischen nicht mehr missen. Fast alle schwören auf Kunstköder, die hier besonders fängig sind.
Der von Insidern beliebte Hafen hat aber auch Schattenseiten für Angler. Von den Kaimauern darf man (beachte Verbotszeichen) nur dort angeln, wo eine Treppe zur Wasseroberfläche führt. Das Hochziehen der Fische am Maul bis zum eigenen Standort stellt nach dem Tierschutzgesetz eine unnötige Tierquälerei dar und ist verboten. Bei starkem Ruderbetrieb  der am Ende des Nordbeckens angesiedelten Ruderclubs und bei starkem Schiffs- und Rangierbetrieb sollte man sich ruhigere Standorte auswählen oder das Gewässer wechseln. 
Vor allem der Mündungsbereich ist ein von Anglern stark frequentierter Platz. Doch auch entlang der einzelnen Becken werden immer wieder kapitale Fische gefangen.


Ölhafen/ Becken V

 

Der Ölhafen entstand wurde 1957 erbaut. An Infrastruktur stehen im Ölhafen mehrere Verladeplätze für Mineralöl, Pumpen und eine Umschlagseinrichtung für Flüssiggas zur Verfügung.
Im Becken V (Ölbecken) darf man daher nur mit einer Sondererlaubnis des AVK dem Fischfang nachgehen, da hier strenge feuerpolizeiliche Auflagen bestehen. Näheres hierzu erfahren Sie auf der Geschäftsstelle. 

Pionierhafen


 
Der Pionierhafen wurde wahrscheinlich 1945 ausschließlich für die militärische Nutzung angelegt.  Heute ist er für andere Zwecke wie der Freizeitschifffahrt oder von Bootsfahrschulen genutzt.  
Von dem kleinen Hafenbecken aus lädt rechter Hand eine weite Strecke den Rheins, zwischen den Buhnen bis hin zur Ölhafen-Grenze zum angeln ein. 


Hafen Maxau/Jachthafen

 

1862 wird der Hafen von Maxau mittels einer  Ausbaggerung zum nächstliegenden Hafen für die Versorgung der Stadt Karlsruhe. Mit der Eröffnung des Rheinhafens in Karlsruhe verlor der Maxauer Hafen 1901 seine Bedeutung. Heute wird er in weiten Teilen noch  als Yachthafen genutzt.  Zudem erfolgt dort  der Umschlag für die direkt angrenzende Papierfabrik „StoraEnso“. 

Wenn die Wellen des Rheins gegen die Buhnen und die Uferböschungen peitscht und die Sonne das Wasser des Flusses glitzern lässt wie funkelnde Edelsteine, vergisst so mancher Angler die Zeit.
Das Rheinufer ist ein schöner Platz zum träumen und nachdenken, zum Schiffe schauen und nicht zuletzt um (manchmal) kapitale Fische zu fangen.


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Schmugglermeer / Baggersee Krieger

 

Das auf Gemarkung Eggenstein-Leopoldshafen gelegene ca. 32 ha große „Schmugglermeer“ liegt inmitten einer noch immer idyllischen und intakten Rheinauelandschaft. Sie hat ihr Aussehen über die Jahrhunderte nur geringfügig verändert. Der Vorläufer des Sees war eine ehemalige Rheinschlinge, die bei der Rheinregulierung rechtsrheinisch zu liegen kam. Um 1950 bedeckten den seinerzeit schilfumwachsenen See noch große Blätterteppiche mit langstieligen Wasser- und Seerosen. Das Altwasser wird vom Anglerverein Eggenstein mitbefischt.

Die eigentliche Geburtsstunde des Sees war der 1959 durch die Firma „Fretter“ einsetzende Kiesabbau, der nach einer vorübergehenden Einstellung Ende der 80er Jahre ab 1995 auf eine Tiefe von 17 –20 Meter ausgedehnt wurde. Aktuelle Pläne des Betreibers sehen vor, den Kiesabbau im südlichen Teil des Sees bis auf 30 Meter (!) Tiefe auszudehnen. Schon heute stellt sich die Frage, was mit dem See passiert, wenn die Kiesförderung unrentabel und eingestellt wird ? Mahnendes Beispiel ist der Knielinger See.

Der an „Piratenzeiten“ vergangener Jahrhunderte erinnernde Namen des Sees taucht schon in einem Plan von 1776 als Flur- und Gewässerbezeichnung auf und geht vermutlich auf den seinerzeit in der Rheinschiene florierenden Schmuggel zurück. Der Grund des Sees ist wenig strukturiert und ändert sich ständig durch den Kiesabbau. Wegen der früheren Eintrübung des Wassers hat sich so gut wie keine Unterwasservegetation gebildet. An der Westseite (Rheinseite) befindet sich eine ausgiebige warme Flachwasserzone mit 5 – 6 Metern Tiefe, die von Fischreihern bevorzugt wird. Der See ist an der Nordseite über die gemeinsam in einem Bett fließenden Alb und den Pfinzentlastungskanal mit dem Vollrhein verbunden. Mit den Frühjahrshochwassern gelangen regelmäßig starke Weißfischbestände in das Altwasser. Der Wasserspiegel ist hierdurch starken Schwankungen unterworfen. Bei Hochwasser meldet die Rheinauelandschaft häufig „Land unter“. Dennoch findet keine seedurchgängige Wasserumwälzung statt, die eigentliche Achillesferse des Sees. Trotz guter Wasserqualität beginnt (ausgenommen der Baggerbereich) im Sommer bereits ab einer Wassertiefe von 3 Metern eine starke Sauerstoffzehrung. Der Fischfang in tieferen Zonen ist in dieser Jahreszeit ein erfolgloses Unterfangen. Probleme, die am Knielinger See noch deutlich stärker ausgeprägt sind, auch wenn noch kein biologisches Umkippen des Sees droht.

Durch die Verbindung mit dem Rhein ist das mit dem Auto gut erreichbare Gewässer (vergl. Anfahrtsskizze) noch immer fischreich. Brachsen, Hechte und Barsche gehören zur häufigsten Beute. Der Zanderfang entspricht im Gegensatz zu früher nicht mehr den Erwartungen an ein Rheinanschlussgewässer. Das Gewässer bietet entlang seiner Uferzone viele schöne einladende Stellen mit warmen Flachwasserzonen. Ein Refugium für naturliebende Angler. Erkenntnisse über das Vorkommen von Welsen liegen vor. Im Interesse der Angler wäre es wünschenswert, dass diesem fressgierigen und nimmersatten Fischräuber noch mehr nachgestellt wird. Alle Uferzonen sind zum Fischen freigegeben, wenngleich die Ostseite (Albkanalseite) des Sees wegen des teilweise undurchdringlichen Bewuchses und einer Totholzzone nur schwer zu befischen ist. Im Schutze dieses Unterwasserdschungels lauert noch manch kapitaler Hecht auf seine Beute. Einen „Hänger“ sollte man deshalb in Kauf nehmen. Vom Ufer aus darf nur an den bereits vorhandenen Plätzen gefischt werden. Mit dem Boot sind alle Bereiche gut erreich- und befischbar. Das Schleppen entlang des Ostufers ist häufig von Erfolg gekrönt. Auch die „Schmugglerbucht“ an der Nordseite (Auslauf) des Sees ist für Insider eine sehr beliebte und ertragreiche Stelle. Die West- und Südseite bietet sich besonders für den Weißfischfang (u.a. auch Köder) an. Allerdings wird die Jagd nach Fischen im See immer schwieriger. Der See wird heute noch mit Netzrechten durch einen Berufsfischer bewirtschaftet, was teilweise zu Interessenkonflikten führen kann.

Das im Sommer fast undurchdringliche Blätterdach des Schatten spendenden Auenwaldes um das Schmugglermeer bietet einen idealen Lebensraum für eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. In den Wipfeln der Bäume nisten im Frühjahr unzählige Vogelarten, die vom Ruf der über den See ziehenden Gabelweihen erschreckt werden. Leider warten auch Kormorane auf ihre tägliche Mahlzeit. Eine noch immer fast unberührte Wildnis – Ein Dschungel im Miniaturformat, allerdings ohne Schmuggler.

 

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