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Fisch des Jahres 2019 - Atlantischer Lachs


Foto: © Andreas Hartl

Atlantischer Lachs

Auszüge aus gemeinsamer Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und dem Deutsche Angelfischerverband (DAFV) (Nov. 2018)

Der Lachs ist ein anspruchsvoller Wanderfisch, der unverbaute und saubere Flüsse und Bäche braucht, um vom Meer in seine Laichgebiete zu kommen und sich dort erfolgreich fortpflanzen zu können. Damit der Fisch des Jahres bald wieder in größerer Anzahl durch Flüsse wie den Rhein schwimmen kann, müssen wir die Anzahl der Barrieren in den Flüssen deutlich verringern und wirksame Auf- und Abstiegsanlagen errichten", sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

Noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchschwammen Lachse regelmäßig Flüsse wie Rhein und Elbe. Die zunehmende Belastung mit Abwasser und der technische Ausbau der Gewässer zerstörten jedoch die Lebensräume und blockierten die Wanderwege dieser und anderer Fischarten.

Die seit den 1990er Jahren laufenden Bemühungen zur Wiederansiedelung des Lachses erhielten mit dem Inkrafttreten der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Jahr 2000 entscheidende Unterstützung. Fließgewässer werden seither schrittweise wieder durchwanderbar gemacht und flusstypische Lebensräume wiederhergestellt.

Auch in den kommenden Jahren ist vorgesehen den Fischauf- und -abstieg durch Wanderhilfen zu verbessern und Gewässer zu renaturieren. Dies ist dringend erforderlich, um für Lachse und andere Fischarten wieder geeignetere Lebensräume zu schaffen, und entscheidende Grundlage für die Entwicklung natürlicher Lachsbestände.


Seit dem Aktionsprogramm „Lachs 2000" beteiligt sich der AVK erfolgreich an der Wiederansiedlung des Lachses. Jährlich werden in unserem Bruthaus aus Lachseiern junge Lachse aufgezogen und in das Programmgewässer Alb ausgesetzt.
Siehe dazu auch "Neues aus dem Bruthaus" (►hier)

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Fisch des Jahres 2018 - Stichling

Dreistachliger Stichling

Der dreistachlige Stichling wurde vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) zusammen mit dem Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und dem Verband der Sporttaucher (VDSt) zum Fisch des Jahres 2018 gekürt.

Das BfN schreibt in einer Pressemitteilung:

Sein Vorkommen erstreckt sich über Nord- und Mitteleuropa auf nahezu alle Süßwasserbiotope und die küstennahen Brack- und Meerwassergebiete. In Deutschland ist die Art fast flächendeckend verbreitet und besiedelt sowohl stehende als auch fließende Gewässer. Sogar in Entwässerungsgräben der stark veränderten Kulturlandschaft, in denen kaum eine andere Fischart überleben kann, ist er zu finden. Stichlinge ernähren sich von Kleintieren wie Krebsen und Insektenlarven und sind auch als Laichräuber bekannt. Sie selbst wie auch ihre Gelege sind Nahrung von Raubfischen, Vögeln und Fischottern. Die komplexe Kette der Instinkthandlungen während des Laichvorgangs, das prächtige Hochzeitskleid des Männchens und die Brutpflege haben die Aufmerksamkeit vieler Verhaltensbiologen auf sich gezogen.

Wer einen Stichling schon einmal in die Hände genommen hat, spürt sofort, woher er seinen Namen hat. Die Flossenstrahlen der Rückenflosse sind zu drei Stacheln zusammengewachsen, die er bei Bedrohung aufrichten und so mögliche Feinde abwehren kann. Seine Wehrhaftigkeit sowie seine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche aquatische Lebensräume machen ihn zu einer sehr konkurrenzstarken Fischart. Dies kann für die Ökologie eines Gewässers weitreichende Folgen haben, was am Beispiel der Massenentwicklung des Stichlings im Bodensee verdeutlicht wird. Die genauen Gründe für die dortige Entwicklung sind wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt.

Die Biologie des Dreistachligen Stichlings ist faszinierend für Wissenschaftler und Laien gleichermaßen und gibt Einblick in interessante ökologische und verhaltensbiologische Zusammenhänge. Diese insbesondere zur Laichzeit wunderschöne Fischart ist ein Beispiel für die vielen Arten, die unsere biologische Vielfalt ausmachen. Deshalb ist es immer wieder lohnend, den Blick auch auf einzelne Arten und ihre Besonderheiten zu lenken und damit für den Schutz der Natur zu werben.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz, 22.02.2018 (hier)
 

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