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Aal-Besatz in AVK-Gewässern


Foto: © Andreas Hartl

Auch dieses Jahr wurden in den AVK-Gewässern wieder Aale ausgesetzt.

Warum Aal-Besatzmaßnahmen

Der Europäische Flussaal ist ein im Rhein und seinen Seitengewässern natürlich vorkommender Fisch. Allerdings wurde in den letzen 20-30 Jahren ein Rückgang der Aalbestände beobachtet. Die Besatzmaßnahmen sollen dazu beitragen, dass mittelfristig wieder ein sich selbst erhaltender Aalbestand in unseren Gewässern ereicht wird.

Lebensweise des Aales

Das Fortpflanzungsgebiet der europäischen Aale liegt im Westatlantik in der Sargasso-See. Die geschlüpften Larven gelangen mithilfe der Meeresströmungen innerhalb von 2 - 4 Jahren an die europäischen Küsten und wandeln sich in die sogenannten Glasaale um. Manche bleiben in Küstennähe. Die andern ziehen die Flüsse bis in die Oberläufe hinauf (Steigaale). Während der Wachstumsperiode werden die Aale auch Gelbaale genannt (Rücken graubraun, Seiten und Bauch gelblich). Nach 4-10 Jahren im Süßwasser wandeln sich die Aale in sogenannte Blankaale um (Augen größer, dunkle Rückenhaut, silberglänzender Bauch). Sie stellen nach und nach die Nahrungsaufnahme ein und wandern schließlich aus dem Süßwasser zum Meer ab, um sich quer durch den Atlantik auf die Reise zu ihrem Laichgebiet in der Sargasso-See machen.

Gefährdung

Obwohl die Wasserqualität im Rhein immer besser wird, ist seit den 1990er Jahren ein Rückgang der Aalbestände zu beobachten.  Glasaale werden in großen Mengen vor den europäischen Küsten weggefangen, um direkt verzehrt oder in Aquakulturen gemästet zu werden. So gelingt immer weniger Aalen der Aufstieg in die Flüsse. Bei der Abwanderung zum Meer werden die Blankaale in großer Zahl Opfer der Wasserkraftwerke. Da sie der der Strömung folgen, gelangen sie in die Turbinen der Kraftwerke und werden dort verletzt oder gar getötet. Dazu kommt noch die Schädigung der Aale durch Parasiten, wie den Schwimmblasenwurm (hier).

Ziel des Aalbesatzes

Das Ziel des Aalbesatzes ist es, mit der Zeit wieder einen den Gewässern entsprechenden Bestand zu entwickeln, der sich selbst erhält. Die Besatzmaßnahmen alleine reichen dafür aber nicht aus. Es müssen auch die Ursachen für Gefährdung des Aales minimiert werden.

Besatz mit Farmaalen in AVK-Gewässer

In sogenannten Aalfarmen werden Glasaale aufgezogen, die in den Mündungen der großen Ströme gefangen wurden. Nach ein bis zwei Jahren erreichen sie eine Größe von über 10 cm und werden als sogenannte Farmaale für den Besatz verwendet.

Mitte Mai wurden unter Leitung von Eric Lutz, Bereichsleiter für Gewässerpflege, und der Mithilfe unserer Hegewarte Bernhard Liebold (Süd), Robert Trutter (Mitte) und Marc Trommler (Nord) rund 89 kg Farmaale in den Gewässern des AVK ausgesetzt. 79 kg wurden vom Land Baden-Württemberg bereitgestellt, 10 kg wurden durch den AVK finanziert. Die ausgesetzten Farmaale waren etwa 9 -15 g schwer und 10 -15 cm lang. Die Besatzmaßnahmen wurden mit der üblichen Sorgfalt durchgeführt, sodass keine Verluste zu beklagen waren.

k.g. 12.06.2019

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