Anglerverein Karlsruhe e.V.

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Fangmeldungen 2020

 Auswertung

Es ist fast schon Tradition, dass Ende März/Anfang April die Auswertung der Fangmeldungen (Entnahmemeldungen) der Vereinsmitglieder aus dem Vorjahr hier auf unserer Website zusammengefasst wird. Üblicherweise werden die Zahlen aber zuerst auf der Jahreshauptversammlung des Anglervereins Karlsruhe e.V. von Vizepräsident Joachim Meyer vorgestellt. Leider musste aber auch dieses Jahr die für den 27. März 2021 geplante Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie  ausfallen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Verein verpflichtet ist, die Fangmeldungen an die Fischereibehörde weiterzugeben. Dabei ist es wichtig, die Zahl der Angeltage an den einzelnen Gewässern anzugeben, auch dann, wenn man nichts gefangen hat. Die Auswertung der Fangmeldungen erlaubt eine gewässerspezifische Planung von Maßnahmen, wie zum Beispiel den Fischbesatz.

Im Folgenden wird die Auswertung der Fangmeldungen zusammengefasst

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine statistische Auswertung auf der Basis der abgegebenen Fangmeldungen handelt. Beachten Sie auch, dass sich beim Ausfüllen von mehreren tausend Fangmeldungen unbeabsichtigte Fehler beim Eintragen der Zahlen einschleichen konnten. Deshalb können die Zahlen einer gewissen Streuung unterliegen. Die bei der Auswertung der Fangmeldungen abzulesenden Abhängigkeiten und Trends haben trotzdem eine statistische Relevanz.

Die Auswertung der abgegebenen Fangmeldungen ergab, dass in den Gewässern des AVK im im Jahr 2020 etwa 33.700 Fische mit einem Gesamtgewicht von rund 24.600 kg gefangen wurden. Gemeldet wurden über 30.700 Angeltage. Darin sind die Zahlen des Nachtangelns enthalten, für das bekanntlich eine besondere Genehmigung erforderlich ist (s. weiter unten).  

Wo wurden die meisten Fische gefangen?

Interessant ist natürlich, in welchem Gewässer die meisten Fische gefangen wurden. Es ist aber zu beachten, dass die Gewässer nicht gleich groß sind und sich auch durch viele andere Eigenschaften unterscheiden. So kann man den Rheinstrom natürlich nicht mit der Alb oder gar dem Kämpfelbach vergleichen. Oder den Knielinger See mit einer Fläche von rund 86 Hektar mit dem Reitschulschlagsee in der Nähe der Karlsruher Waldstadt, der nur rund 1,7 Hektar groß ist. Trotzdem sollen die beiden folgenden Abbildungen 1 und 2 (durch Anklicken vergrößern) zeigen, in welchem Gewässer wie viele Fische gefangen wurden.

Das Schmugglermeer liegt bei der Anzahl gefangener Fische vorne

Spitzenreiter, was die gefangenen Fische angeht, war auch in diesem Jahr das Schmugglermeer bei Eggenstein mit fast 6.400 Fischen, gefolgt vom Rheinstrom mit rund 5000 Fischen und dem  Goldkanal, dem Erstplatzierten von 2018, mit etwa 4.400 Fischen.

Fänge aus dem Rhein hatten größtes Gesamtgewicht

Auch dieses Jahr hatten die Fänge im Rheinstrom mit knapp 9040 kg das größte Gesamtgewicht und es waren mit einem Durchschnittsgewicht von rund 1,8 kg auch die größten Fische. Hier muss aber beachtet werden, dass im Rhein mit 167 Stück auch die meisten Welse gefangen wurden, die ein durchschnittliches Gewicht von 7,9 kg hatten.

Anzahl und Gewicht der verschiedenen Fischarten

Die Abbildungen 3-5 (durch Anklicken vergrößern) zeigen, wieviel Fische von jeder Fischart gefangen wurden und wie hoch das Gesamtgewicht dieser Fische war.

Rotaugen wurden am meisten gefangen

Spitzenreiter waren auch im Jahr 2020 die Rotaugen mit rund 14.320 Fischen, wobei im Durchschnitt jeder Fisch etwa 125 g gewogen hat. Zweiter waren die Barsche mit rund 7.000 Stück. Schlusslichter sind in 2020 Grasfisch (2) und Regenbogenforelle (2). Giebel(Karausche) wurden gar nicht gemeldet.

Zwei bemerkenswert schwere Grasfische

Es wurden zwei gefangene Grasfische gemeldet. Einer aus dem Rheinhafen mit 28 kg und einer aus dem Kiefer-Ferma See mit 21 kg.

Welse und Karpfen sind die Schwergewichte

Wenn man von den beiden Grasfischen absieht, sind Welse, Karpfen und Hechte die Schwergewichte. Die gefangenen Welse waren im Schnitt rund 7 kg schwer. Die Karpfen brachten durchschnittlich knapp 3,4 kg und die Hechte etwa 2,6 kg auf die Waage.

Einfluss des Nachtangelns

Das Nachtangeln, für das bekanntlich eine besondere Genehmigung erforderlich ist, hat natürlich Einfluss auf die Fangergebnisse in den zugelassenen Gewässern. Dies sind:

  • Rheinstrom (rechtes Ufer bis Strommitte):
    Stromabwärts ab der Rheinbrücke bei Maxau (km 362) bis zum Ende der AVK-Rheinstrecke (km 380,35). Die Ölhafenmündung, das Stück zwischen Ölhafenmündung und Albmündung sowie die Albmündung sind davon ausgenommen und dürfen nicht befischt werden;

sowie

  • Baggersee Fuchs & Gros.

Der Vergleich der gemeldeten Fangergebnisse zeigt, dass in den oben genannten Gewässern der Anteil der Fische, die während des Nachtangelns gefangen wurden an der Gesamtzahl der dort insgesamt gefangenen Fische bei 15% lag. Bei Karpfen lag er bei 75%, beim Zander bei 37% und beim Wels bei 36%.

Man kann noch mehr aus den Zahlen ableiten

Aus den abgegebenen Fangmeldungen lässt sich noch einiges mehr herauslesen und ableiten. Etwa wieviel Fische an welchem Gewässer durchschnittlich pro Tag gefangen wurden und welches durchschnittliche Gewicht die gefangenen Fische pro Tag dort hatten. Oder welche gefangenen Fischarten in welchen Gewässern durchschnittlich am schwersten waren.

Aber Vorsicht! Man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass dies eben durchschnittliche Zahlen sind, gemittelt über alle Fangmeldungen unserer Mitglieder. Und auch, dass zum Beispiel besonders große Fische natürlich Auswirkungen auf das durchschnittliche Gewicht aller gefangenen Fische diese Fischart haben. Insbesondere dann, wenn die Gesamtzahl dieser Fische in dem jeweiligen Gewässer nicht besonders groß war.

Wer also noch weitere Auswertungen betreiben will, findet ►hier eine Zusammenstellung der für 2020 abgegebenen Fangmeldungen, aufgelistet nach Gewässern und Fischarten.

kg, 05.04.2021


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