Schwarzmeergrundeln gefährden unsere Fische!

Es gibt wohl keinen Angler bei uns, der nicht schon seine negativen Erfahrungen mit Grundeln gemacht hat.

Verschiedenen Arten von Schwarzmeergrundeln

 

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Stichling - Fisch des Jahres 2018

Dreistachliger Stichling

Der dreistachlige Stichling wurde vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) zusammen mit dem Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und dem Verband der Sporttaucher (VDSt) zum Fisch des Jahres 2018 gekürt.

Das BfN schreibt in einer Pressemitteilung:

Sein Vorkommen erstreckt sich über Nord- und Mitteleuropa auf nahezu alle Süßwasserbiotope und die küstennahen Brack- und Meerwassergebiete. In Deutschland ist die Art fast flächendeckend verbreitet und besiedelt sowohl stehende als auch fließende Gewässer. Sogar in Entwässerungsgräben der stark veränderten Kulturlandschaft, in denen kaum eine andere Fischart überleben kann, ist er zu finden. Stichlinge ernähren sich von Kleintieren wie Krebsen und Insektenlarven und sind auch als Laichräuber bekannt. Sie selbst wie auch ihre Gelege sind Nahrung von Raubfischen, Vögeln und Fischottern. Die komplexe Kette der Instinkthandlungen während des Laichvorgangs, das prächtige Hochzeitskleid des Männchens und die Brutpflege haben die Aufmerksamkeit vieler Verhaltensbiologen auf sich gezogen.

Wer einen Stichling schon einmal in die Hände genommen hat, spürt sofort, woher er seinen Namen hat. Die Flossenstrahlen der Rückenflosse sind zu drei Stacheln zusammengewachsen, die er bei Bedrohung aufrichten und so mögliche Feinde abwehren kann. Seine Wehrhaftigkeit sowie seine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche aquatische Lebensräume machen ihn zu einer sehr konkurrenzstarken Fischart. Dies kann für die Ökologie eines Gewässers weitreichende Folgen haben, was am Beispiel der Massenentwicklung des Stichlings im Bodensee verdeutlicht wird. Die genauen Gründe für die dortige Entwicklung sind wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt.

Die Biologie des Dreistachligen Stichlings ist faszinierend für Wissenschaftler und Laien gleichermaßen und gibt Einblick in interessante ökologische und verhaltensbiologische Zusammenhänge. Diese insbesondere zur Laichzeit wunderschöne Fischart ist ein Beispiel für die vielen Arten, die unsere biologische Vielfalt ausmachen. Deshalb ist es immer wieder lohnend, den Blick auch auf einzelne Arten und ihre Besonderheiten zu lenken und damit für den Schutz der Natur zu werben.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz, 22.02.2018 (hier)
 

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